2008 haben wir (damals noch ehrenamtlich) angefangen, im Berliner Behandlungszentrum für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge zu arbeiten.
Seit 2012 werden meine Hunde auch auf den gerontopsychiatrischen Stationen des Zentrums für seelische Gesundheit im Alter des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses Berlin-Weißensee eingesetzt.
2015 hat uns außerdem das Team der Epileptologie für Patienten mit Mehrfachbehinderung und 2016 die Gerontopsychiatrie in Herzberge ins Boot geholt.

             

Für viele Klienten ist es leichter, den Hunden zu vertrauen, als den Menschen. Wenn sie spüren, dass die Hunde dem Therapeuten vertrauen, können auch sie zu ihm Vertrauen aufbauen – und dies auf andere Menschen übertragen. Die Kommunikation zwischen Hund und Klient findet vor allem auf der nonverbalen Ebene statt. Sie funktioniert dadurch auch bei Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt mit Worten kommunizieren können oder wollen.

Diese nonverbale Kommunikation wird maßgeblich unterstützt durch das Bindungshormon Oxytocin: Dieses wird freigesetzt durch Wärme und wiederholte Berührung, ja, sogar durch Blickkontakt. So entstehen beim Streicheln eines Hundes chemische Prozesse, die dafür sorgen, dass Ängste reduziert werden und der Spiegel des Stresshormons Cortisol sinkt. Wie wundervoll für die Phobietherapie! Außerdem fördert Oxytocin die Bereitschaft, soziale Kontakte zuzulassen und Bindungen zu entwickeln. Schon vor 33.000 Jahren spielte dieses Hormon eine entscheidende Rolle bei der Domestikation des Wolfes. Auch wir erleben in unserer Arbeit immer wieder, wie ganze Gruppen in Anwesenheit der Hunde entspannt und ruhig werden, während uns die Kollegen erzählen, dass die Atmosphäre vor unserer Ankunft noch ganz anders war. Nach der Hundetherapie wird zudem ein signifikant niedrigerer Blutdruck gemessen – wobei ich lieber in den Gesichtern der Klienten lese, als einem zitternden Zeiger zuzusehen ;-)
Quelle: 'Man Created Dog', National Geographic TV, 2010.

In dieser entspannten Atmosphäre können die Klienten ihre Fähigkeiten neu erleben.
Sie erfahren, dass ihnen von Menschen und Tieren Zuneigung und Wertschätzung entgegengebracht wird. Das ermöglicht es ihnen, sich selbst anzunehmen und mit gestärktem Selbstbewusstsein und mehr Lebensfreude in den Alltag zurückzukehren.

Die Hunde machen es den Menschen leicht, einfach zu SEIN.



Am liebsten verbringen wir unsere Therapiestunden draußen in der Natur: Ein Spaziergang mit den Hunden durch den Park, durch den Wald auf dem Klinikgelände oder zur nahegelegenen Schafweide ist eine wunderbare Möglichkeit, die Gesundheit der Klient_innen auf vielfältige Weise zu unterstützen, sie zu aktivieren und ihnen anregende und entspannende Eindrücke zu vermitteln. Wer mag, lernt dabei zum Beispiel, welche Kräuter man essen kann oder hört die Spechtkinder in ihrer Höhle laut nach Futter rufen. Als wir neulich auf der Suche nach Eidechsen deren Sonnenstellen abgesucht haben, hat ein Klient auf dem Gelände des Landschaftsparks Herzberge eine wunderschöne große Ringelnatter entdeckt, die wir dann noch eine ganze Weile beobachten konnten. Auch in den Gruppenstunden lernen unsere Klienten etwas über Tierspuren, Federn, Blätter oder dürfen den Wald fühlen:



Referenz

Leitender Oberarzt
Dr. med. Christoph Schade
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie & Psychosomatik
Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge
Herzbergstraße 79
10365 Berlin
030 - 54 72 48 04
c.schade@keh-berlin.de
www.keh-berlin.de




Da wir inzwischen fast ausschließlich in unseren beiden Kliniken arbeiten, bieten wir keine komplette Phobietherapie mehr an. Sehr bewährt hat sich aber unsere Zusammenarbeit mit Kollegen, so dass wir Ihnen auch weiterhin gerne helfen, Ihre Angst vor Hunden loszuwerden!

Die Klientin hat Futter in die Flasche gefüllt...
(Foto: Jorka Schweitzer)


Expositionstraining in Zusammenarbeit mit Ärzten oder Therapeuten

Bitte suchen Sie sich für die Behandlung Ihrer Hundephobie eine Therapeutin oder einen Therapeuten Ihrer Wahl. Sehr empfehlen kann ich das Zentrum für Psychotherapie der HU (ZPHU); mit dortigen Kollegen haben wir schon oft sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Da Therapeuten in den seltensten Fällen über einen eigenen Therapiehund verfügen, erfahrungsgemäß die direkte Konfrontation mit einem (dafür ausgebildeten, d.h. "sicheren", feinfühligen, erfahrenen und sehr exakt lenkbaren) Hund aber entscheidend zum Erfolg einer Hundephobietherapie beiträgt, bieten wir eine insgesamt vierstündige Exposition, d.h. ein Training mit meinen Hunden, in Zusammenarbeit mit Ihrem Therapeuten an.

Ort: In der Praxis Ihres Therapeuten,
Außentraining im von dort erreichbaren Stadtgebiet, idealerweise in einem Park.
Dauer: 2 x 120 Minuten mit einer Woche Pause dazwischen.
Kosten: 160 € insgesamt, also 40 € pro Stunde.


Empfohlenes Therapieschema
1. bis 18. Stunde*: Vertrauensaufbau zu Ihrer Therapeutin/ Ihrem Therapeuten
und Erarbeitung für Sie persönlich geeigneter Strategien
(* 25 Therapiestunden werden meist von der Krankenkasse bewilligt.)
19. und 20. Stunde: 120 Minuten Expositionstraining mit mir und meinen Hunden
in Anwesenheit Ihrer Therapeutin/ Ihres Therapeuten
21. Stunde Termin mit Ihrer Therapeutin/ Ihrem Therapeuten
zur Nachbereitung der ersten und Vorbereitung der letzten Exposition
22. und 23. Stunde: 120 Minuten Expositionstraining mit mir und meinen Hunden
in Anwesenheit Ihrer Therapeutin/ Ihres Therapeuten
24. Stunde: Nachbereitung mit Ihrer Therapeutin/ Ihrem Therapeuten
25. Stunde: Abschlusstermin mit Ihrer Therapeutin/ Ihrem Therapeuten

... Joschi zieht den Schieber heraus und das Futter fällt auf den Boden.
(Foto: Jorka Schweitzer)


Phobietherapie kompakt

Falls Sie sich schon selbst mit Ihrer Phobie auseinandergesetzt haben, biete ich Ihnen mit unserer Kompakt-Therapie die Möglichkeit, mit meinen erfahrenen Therapiehunden zu trainieren. Um die Effektivität zu erhöhen, finden diese Expositionen im Hundeauslaufgebiet am Grunewaldsee statt, wo Sie unter meiner Anleitung lernen können, auch fremden freilaufenden Hunden entspannt zu begegnen.

Start
und Ziel:
U-Bahnhof Onkel Toms Hütte (U3)
Dauer: 2 x 120 Minuten mit einer, maximal 2 Wochen Pause dazwischen.
Kosten: 200 € insgesamt, also 50 € pro Stunde.


Regeln
1. Bitte zahlen Sie nach jedem Termin in bar, eine Rechnung bekommen Sie von mir.
2. Bitte sagen Sie ggf. mindestens 24 Stunden vor dem Termin ab unter 0160 - 16 29 10 7,
sonst muss ich Ihnen den Termin in Rechnung stellen.
Bei mehr als 30-minütiger Verspätung fällt der Termin aus und wird in Rechnung gestellt.
3. Nach 20 Uhr und am Wochenende werden keine Anrufe oder E-Mails beantwortet :-)
4. Bei Terminen, die draußen statt finden, achten Sie bitte darauf,
dass Sie per Handy erreichbar sind und meine Handynummer dabei haben: 0160 - 16 29 10 7.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Voller Vertrauen und ohne Angst schiebt das Mädchen Clara von Joschis Futter weg.
(Foto: Jorka Schweitzer)


Liebe Therapeut_innen, liebe Ärzt_innen,

gerne arbeiten meine Hunde und ich mit Ihnen zusammen als Ergänzung Ihrer Therapie.
Ja, wir dürfen zusammenarbeiten, wenn Sie das nach den Regeln der ärztlichen Kunst
für notwendig erachten und die Verantwortungsbereiche klar erkennbar getrennt bleiben.
(Dr. iur. Dirk Schulenburg, MBA, Justitiar der Ärztekammer Nordrhein, Ärzteblatt)

Nach Abschluss der Therapie zeigt diese Klientin ihrem Bruder, was sie gelernt hat.
(Foto: Jorka Schweitzer)

Referenz

Zentrum für Psychotherapie der Humboldt-Universität zu Berlin
Klosterstraße 64
10179 Berlin
030 - 209 39 91 00
www.psychologie.hu-berlin.de


Copyright: 2007-2018, Jorka Schweitzer.

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