Joschi, der Therapiehund: Mit einem Sprung durch die Glasglocke


Joschi auf dem Schoß eines Chorea-Huntington-Patienten. Kaum berührte dieser mit seiner verkrampften Hand das weiche Fell, fing er an, Joschi zu streicheln.
(Foto: Jorka Schweitzer)


Joschi wurde am 28. März 2008 in Ungarn geboren, er ist ein Irish Terrier-Mischling. Am 2. Juni 2008 begann Joschis Ausbildung, am 28. März 2010 hat er den Eignungstest für Hunde für Tiergestützte Aktivitäten und Tiergestützte Therapie von Leben mit Tieren e.V. bestanden.

Joschi ist ein ausgesprochen fröhlicher Hund, der am liebsten liebevolle Zuneigungsbeweise verteilt. Anders als Clara wendet er sich nicht ab, wenn ein Klient keinerlei Regung zeigt, sondern verstärkt seine Spielaufforderungen. Die Klienten spüren, dass Joschi Zuneigung gibt, weil er das möchte – auch ohne Motivation durch Leckerlis. Dass sie Zuneigung bekommen, obwohl sie selbst vielleicht zunächst keine Zuneigung geben können, lockt viele Klienten aus ihrer Isolation hervor. Sie beginnen, Joschis Fell zu streicheln, geben ihm Leckerlis und gehen womöglich sogar mit ihm spazieren oder spielen mit ihm. Leckerlis aus der Luft zu fangen, hat er von einem Klienten gelernt!

Inzwischen hat Joschi mehr als drei Jahre Erfahrung in der Therapiearbeit. Je schwieriger die Situation, desto sensibler lässt er sich lenken: Mit hundeerfahrenen Klienten tobt er herum, bei Angstpatienten hingegen fragt er ganz vorsichtig nach, ob und wie er sich nähern darf. Umso bewegender ist es dann, wenn auch diese Klienten ihre Angst verlieren und sich mit dem spielerisch knurrenden Hund um ein Spielzeug balgen.


Joschi beim Spaziergang mit einem Klienten. Dieser wird beim Laufen durch den gleichmäßigen, leichten Zug des Hundes an der Leine stabilisiert und motiviert.
(Foto: Jorka Schweitzer)


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